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Warum fürchtet Italien die Zahl 17? (Der VIXI-Fluch) 🇮🇹

In Italien fürchtet niemand Freitag den 13. Die wahre Gefahr ist Freitag der 17! Ein katholisches Land, aber tief heidnisch, Italien hat seine eigenen Codes, um "Sfortuna" zu vermeiden.

📅 21. Januar 2026 ⏱️ 10 Min. Lesezeit ✍️ Julien Bon❤️

Italien: ein katholisches Land, aber tief heidnisch. 🇮🇹 In Italien fürchtet niemand Freitag den 13. Die wahre Gefahr ist Freitag der 17! Die Italiener haben ihre eigenen Codes entwickelt, um "Sfortuna" (Pech) zu vermeiden, oft verbunden mit der römischen Antike und mediterranen Traditionen.

Zwischen der Zahl 17, die ein tödliches Anagramm verbirgt, dem "Malocchio" (böser Blick), der mit Hörnern abgewehrt werden muss, oder dem Berühren von Eisen (nicht Holz) für Glück... Die Regeln sind streng und werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Setzen Sie sich mit einem Espresso hin: Wir werden entdecken, warum die Italiener die 17 fürchten, warum sie Eisen berühren und wie man den Bösen Blick vermeidet. ☕


🔢 Die Zahl 17: Das Anagramm des Todes

In Italien gilt die Zahl 17 als extrem unglücklich, besonders wenn sie auf einen Freitag fällt. Warum diese spezifische Angst?

Die Antwort liegt im Anagramm: Die römische Zahl XVII kann umgestellt werden, um VIXI zu bilden. Auf Latein bedeutet "VIXI" "Ich habe gelebt", was "Ich bin tot" impliziert. Es ist ein tödliches Omen, das bis in die römische Antike zurückreicht.

Dieser Aberglaube ist so tief verwurzelt, dass es in einigen italienischen Hotels kein Zimmer 17 gibt. Italienische Fluggesellschaften vermeiden oft Sitzplatz 17, und einige Italiener weigern sich sogar, an einem Freitag, dem 17., wichtige Entscheidungen zu treffen.

📜 Das Anagramm

XVII (17 in römischen Ziffern) = VIXI (auf Latein: "Ich habe gelebt" = "Ich bin tot")

Diese tödliche Assoziation geht auf die Römerzeit zurück, als "VIXI" oft auf Grabsteinen eingraviert wurde. Die Zahl 17 wurde somit zum Synonym für Tod und Pech.

💡 Wussten Sie?

In Italien gilt Freitag der 17. als noch unglücklicher als Freitag der 13. Einige Italiener vermeiden es sogar, an diesem Tag zu reisen, Verträge zu unterzeichnen oder wichtige Entscheidungen zu treffen. Es ist ein sehr ernster Aberglaube!


👁️ Das "Malocchio" (Der Böse Blick): Der neidische Blick

Das "Malocchio" (böser Blick) ist einer der wichtigsten Aberglauben Italiens. Es ist der neidische oder missgünstige Blick, der jemandem Unglück bringen kann. Dieser Glaube ist besonders stark in Süditalien.

Um sich vor Malocchio zu schützen, verwenden Italiener mehrere Mittel. Das berühmteste ist die Hörner-Geste ("Le Corna"): Zeigefinger und kleiner Finger nach unten zeigen (wie Hörner), um den bösen Blick abzuwehren.

Ein weiteres beliebtes Mittel ist das Berühren oder Tragen eines Amuletts in Form einer roten Paprika ("Cornetto"). Diese Amulette werden oft in Autos aufgehängt, in Häusern platziert oder als Schmuck getragen, um vor Malocchio zu schützen.

🌶️ Das Cornetto

Das Cornetto (kleine rote Paprika) ist das beliebteste Amulett in Italien, um sich vor Malocchio zu schützen. Es ist oft aus rotem Korall oder Metall gefertigt und kann als Anhänger getragen, im Auto aufgehängt oder am Hauseingang platziert werden. Es ist ein sehr mächtiges Schutzsymbol in der italienischen Kultur.

💡 Wussten Sie?

Die Hörner-Geste existiert auch in anderen mediterranen Kulturen, aber mit Variationen. In der Türkei verwendet man das "Nazar" (blaues Auge). In Griechenland ist es das "Matiasma". In Italien sind es hauptsächlich das Cornetto und die Hörner-Geste, die zählen.


🔩 Eisen berühren (Toccare Ferro): Kein Holz!

Während man in den meisten westlichen Ländern "Holz berührt" für Glück, berührt man in Italien EISEN! Das italienische Sprichwort ist klar: "Tocca ferro!" (Berühre Eisen!).

Italiener berühren normalerweise einen Nagel, einen Schlüssel oder irgendein Eisenobjekt, um Pech abzuwehren, nachdem sie etwas Anmaßendes gesagt haben, oder um Glück zu bringen. Diese Praxis ist sehr verbreitet, besonders in Norditalien.

Der Ursprung dieses Glaubens geht wahrscheinlich auf das Mittelalter zurück, als Eisen als schützendes Metall galt, das böse Geister abwehren konnte. Holz hingegen war mit dem Kreuz Christi verbunden, und es zu berühren konnte als blasphemisch angesehen werden.

💡 Wussten Sie?

In Italien sagen einige sogar, man müsse Eisen zweimal berühren, um sicher zu sein, dass es funktioniert. Andere Versionen sagen, man müsse Eisen mit der rechten Hand berühren, weil die linke mit dem Bösen verbunden ist. Es ist ein sehr tief verwurzelter Aberglaube in der italienischen Kultur!


🍷 Niemals mit Wasser anstoßen: Die schlimmste Beleidigung

In Italien darf man niemals mit Wasser anstoßen. Es gilt als die schlimmste Beleidigung und bringt Unglück. Man stößt nur mit Wein oder Alkohol an, und vor allem schaut man sich dabei in die Augen (wie in Deutschland).

Dieser Aberglaube ist besonders wichtig bei Familienessen oder unter Freunden. Mit Wasser anzustoßen kann als Respektlosigkeit oder sogar als Einladung zum Unglück für die Anwesenden interpretiert werden.

Der Ursprung dieses Glaubens geht wahrscheinlich auf die Idee zurück, dass Wasser mit Tod und Tränen verbunden ist. Wein hingegen ist mit Leben, Freude und Feier verbunden. Mit Wasser anzustoßen bedeutet symbolisch "einen Toast auf den Tod auszubringen".

💡 Wussten Sie?

In Italien gibt es sogar einen Ausdruck: "Bere acqua fa male" (Wasser trinken ist schlecht) im Zusammenhang mit Toasts. Einige Italiener weigern sich sogar, während einer Mahlzeit, bei der angestoßen wird, Wasser zu trinken, aus Angst, Unglück anzuziehen. Es ist ein sehr ernster Aberglaube!


🎯 Zusammenfassung

Die italienischen Aberglauben sind tief in der mediterranen Kultur verwurzelt. Von der Zahl 17, die das tödliche Anagramm "VIXI" verbirgt, bis zum Malocchio, das mit Hörnern oder dem Cornetto abgewehrt werden muss, über das Berühren von Eisen (nicht Holz) und das Verbot, mit Wasser anzustoßen... Jede Geste hat ihre Geschichte, oft verbunden mit der römischen Antike, dem Mittelalter oder mediterranen Traditionen. 🇮🇹

👉 Tocca ferro e buona fortuna! Auf AmStramGram urteilen wir nicht: Wir bieten Tools, um mit dem Zufall zu spielen (Würfel, Rad, Kopf oder Zahl) oder dem Tag einen Sinn zu geben (Horoskop, Glück des Tages).

Sie müssen kein Eisen berühren, um Ihr Glück zu versuchen!

Testen Sie Ihr Glück des Tages oder Ihr Horoskop, um zu sehen, ob die Sterne mit Ihnen sind — oder würfeln Sie mit den Würfeln, um dem puren Zufall zu trotzen.

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