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Warum lässt der Dienstag 13 Spanien zittern? 🇪🇸

Vergiss Freitag 13! In Spanien ist es der Dienstag, der Unglück bringt. Entdecke, warum man an diesem Tag "weder heiraten noch in See stechen" sollte.

📅 9. Feb. 2026 ⏱️ 10 Min. Lesezeit ✍️ Julien Bon❤️

Spanien: Land des Flamenco, der Paella und der Sonne. Aber auch ein Land tief verwurzelter Aberglauben! 🇪🇸 Wenn du Freitag 13 kennst, solltest du wissen, dass in Spanien (und Lateinamerika) der Dienstag 13 die Abergläubischen zittern lässt.

Das spanische Sprichwort ist klar: "En martes, ni te cases, ni te embarques" (Am Dienstag, heirate nicht und stich nicht in See). Aber es ist nicht der einzige Aberglaube, der das tägliche Leben der Spanier prägt...

Setz dich mit einer Sangria hin: Wir werden entdecken, warum Spanier den Dienstag meiden, warum der Besen niemals die Füße berühren sollte und warum Salz anders weitergegeben wird. 💃🍷


📅 Dienstag 13: Der verfluchte Tag

Während in den meisten westlichen Ländern Freitag 13 Unglück bringt, ist es in Spanien und vielen lateinamerikanischen Ländern der Dienstag 13, der gefürchtet wird. Warum dieser Unterschied?

Der Dienstag (martes auf Spanisch) ist mit Mars, dem römischen Kriegsgott, verbunden. Die Zahl 13 gilt bereits in vielen Kulturen als unglücklich. Die Kombination der beiden schafft einen besonders unheilvollen Tag nach volkstümlichen Überzeugungen.

📜 Das Sprichwort

"En martes, ni te cases, ni te embarques"

Übersetzung: Am Dienstag, heirate nicht und stich nicht in See. Dieses Sprichwort ist so tief verwurzelt, dass viele Spanier es vermeiden, wichtige Entscheidungen am Dienstag zu treffen, besonders wenn es auf einen 13. fällt.

Einige vermeiden sogar, neue Projekte zu starten, wichtige Verträge zu unterzeichnen oder an einem Dienstag 13 umzuziehen. Spanische Fluggesellschaften und Hotels verzeichnen an diesem Tag oft einen Rückgang der Buchungen!

💡 Wusstest du das?

In Griechenland bringt auch der Dienstag 13 Unglück, aber aus einem anderen Grund: Am 13. April 1204 fiel Konstantinopel in die Hände der Kreuzfahrer... an einem Dienstag. Der Aberglaube verbreitete sich im gesamten Mittelmeerraum.


🧹 Der Besen und die Füße: Niemals heiraten!

Dies ist einer der strengsten Aberglauben Spaniens: Wenn jemand dir den Besen über die Füße fegt, wirst du niemals heiraten! Dieser Glaube wird sehr ernst genommen, besonders von spanischen Großmüttern.

Der Ursprung dieses Aberglaubens hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass der Besen Reinigung und Läuterung symbolisiert. Den Besen über jemandes Füße zu fegen könnte symbolisch seine Liebesglück oder sein Eheschicksal "wegfegen".

Um das Unglück "aufzuheben", springen einige Leute sofort über den Besen oder berühren Holz. Andere Versionen sagen, dass man einfach vermeiden sollte, dass jemand in der Nähe deiner Füße fegt, während du sitzt.

💡 Wusstest du das?

Dieser Aberglaube existiert auch in anderen mediterranen Ländern, aber mit Variationen. In Italien sagen einige, dass wenn ein junges Mädchen den Besen über die Füße einer anderen fegt, diese niemals heiraten wird. In Griechenland ist es eher der Akt, den Besen über die Füße eines Bräutigams zu fegen, der dem Paar Unglück bringt.


🧂 Salz (Pasar la sal): Niemals das Salzstreuer weitergeben

In Spanien gibt man niemals das Salzstreuer von Hand zu Hand weiter. Dieser Aberglaube besagt, dass das direkte Weitergeben von Salz von Hand zu Hand die Freundschaft bricht oder Unglück für die Beziehung zwischen den beiden Menschen bringt.

Die Lösung? Man muss das Salzstreuer auf den Tisch stellen, damit die andere Person es selbst nehmen kann. Diese Praxis ist so verbreitet, dass sogar spanische Restaurants diese Tradition respektieren: Kellner stellen das Salzstreuer immer auf den Tisch, anstatt es direkt zu überreichen.

Der Ursprung dieses Glaubens geht wahrscheinlich auf die Antike zurück, als Salz eine kostbare Ware war. Es zu verschwenden (durch Verschütten) oder es falsch weiterzugeben, könnte als böses Omen interpretiert werden.

💡 Wusstest du das?

Wenn du versehentlich Salz verschüttest, werfen einige Spanier eine Prise Salz über ihre linke Schulter, um das Unglück abzuwenden. Diese Praxis existiert auch in anderen Kulturen, insbesondere in Italien und Griechenland.


👣 Mit dem Rechten Fuß Eintreten: Immer der richtige Fuß

In Spanien muss man immer mit dem rechten Fuß in ein Haus eintreten. Mit dem linken Fuß einzutreten bringt Unglück, da der linke Fuß mit dem Teufel und dem Bösen assoziiert wird.

Dieser Aberglaube ist besonders wichtig beim ersten Besuch in einem neuen Haus, beim Umzug oder sogar beim Betreten eines Fußballfeldes! Viele spanische Fußballspieler achten darauf, mit dem rechten Fuß das Feld zu betreten, um Glück zu haben.

Der Ursprung dieses Glaubens geht auf das Mittelalter zurück, als die linke Seite mit dem Bösen assoziiert wurde (sinister kommt vom Lateinischen "sinister", was links bedeutet). Die rechte Seite galt als vorteilhaft und göttlich.

💡 Wusstest du das?

Dieser Aberglaube existiert in vielen Kulturen, aber mit Variationen. In Italien sagen einige, dass man mit dem rechten Fuß in eine Kirche eintreten muss. In Griechenland ist es eher der Akt, mit dem linken Fuß hinauszugehen, der Unglück bringt. In Spanien zählt besonders der Eintritt.


🎯 Zusammenfassung

Die spanischen Aberglauben sind tief in der iberischen und lateinamerikanischen Kultur verwurzelt. Vom Dienstag 13, der zittern lässt, bis zum Besen, der niemals die Füße berühren sollte, über Salz, das anders weitergegeben wird, und dem rechten Fuß, der immer zuerst eintreten muss... Jede Geste hat ihre Geschichte, oft verbunden mit Religion, Antike oder mediterranen Traditionen. 🇪🇸

👉 Dienstag oder Freitag, das Glück wird provoziert. Bei AmStramGram urteilen wir nicht: Wir bieten Tools an, um mit dem Zufall zu spielen (Würfel, Rad, Kopf oder Zahl) oder dem Tag einen Sinn zu geben (Horoskop, Glück des Tages).

Keine Notwendigkeit, Dienstag 13 zu vermeiden, um dein Glück zu versuchen!

Teste dein Glück des Tages oder dein Horoskop, um zu sehen, ob die Sterne mit dir sind — oder würfle die Würfel, um dem puren Zufall zu trotzen.

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