🤞 Warum drücken wir die Daumen? Die überraschenden Ursprünge unseres Aberglaubens
Schwarze Katze, zerbrochener Spiegel, Brot verkehrt herum… Wir tun es, ohne zu wissen, woher es kommt.
Geben Sie es zu: Sie machen einen Umweg, um nicht unter dieser Leiter durchzugehen. Sie vermeiden es, das Brot verkehrt herum auf den Tisch zu legen. Und wenn ein Spiegel zerbricht, halten Sie den Atem an und denken an die sieben Jahre, die kommen… 🪞
Aberglaube gehört zu unserem Alltag. Wir geben ihn weiter, spotten manchmal darüber, respektieren ihn aber trotzdem « zur Sicherheit ». Aber woher kommen sie wirklich? Hinter jeder seltsamen Geste steckt eine Geschichte: römisch, mittelalterlich, militärisch oder heidnisch.
Machen Sie es sich bequem: Wir reisen in der Zeit zurück und entdecken, warum wir die Daumen drücken, auf Holz klopfen und schwarzen Katzen ausweichen. 🐱👤
🧿 Die großen Klassiker (erklärt)
🪞 Der zerbrochene Spiegel: 7 Jahre Unglück
Der Glaube an sieben Jahre Unglück kommt direkt aus dem alten Rom. Die Römer glaubten, dass sich das Leben in Zyklen von 7 Jahren erneuert. Ihr Spiegelbild spiegelte also Ihre Seele wider; ihn zu zerbrechen hieß, diese Seele für die Dauer eines Zyklus zu « zerschmettern » — sieben lange Jahre.
💡 Wussten Sie schon?
Um das Unglück « aufzuheben », musste man die Scherben im Mondschein vergraben oder sie in einen Fluss im Süden werfen. Die Römer machten keine Witze über zerschmetterte Seelen.
🍞 Das Brot verkehrt herum
Typisch für Frankreich (und einige Nachbarländer): Dieser Aberglaube hängt direkt mit dem Henker zusammen. Früher reservierte der Bäcker ein Brot verkehrt herum für den Henker — niemand wollte das Brot des « bösen » Kunden anfassen. Brot verkehrt herum auf den Tisch zu legen hieß symbolisch, Unglück oder Tod an den Tisch zu laden.
💡 Wussten Sie schon?
In manchen Regionen hieß es, Brot verkehrt herum bringe dem ganzen Haus Unglück. Heute drehen wir es « zur Sicherheit » um, ohne immer die Herkunft zu kennen — typisch Aberglaube!
🪜 Unter einer Leiter durchgehen
Zwei mögliche Ursprünge (beide beunruhigend). Der erste ist religiös: Eine an die Wand gelehnte Leiter bildet mit dem Boden ein Dreieck. Dieses Dreieck symbolisierte die Heilige Dreifaltigkeit; es zu durchqueren hieß, dieses heilige Symbol zu « brechen » und göttlichen Zorn auf sich zu ziehen.
Der zweite ist militärisch: Im Mittelalter riskierte man unter einer Leiter bei einer Belagerung, kochendes Öl, Steine oder Pfeile von den Zinnen zu bekommen. Das Gehirn merkte sich: « Leiter = Gefahr ». Der Aberglaube war geboren.
🐱👤 Die schwarze Katze
Im Mittelalter verband die Kirche die schwarze Katze mit Hexerei und dem Teufel. « Hexen » sollten sich in schwarze Katzen verwandeln, um nachts umherzugehen. Eine schwarze Katze zu kreuzen, ohne sie zu « neutralisieren » (mit einem Kreuzzeichen oder durch Ausspucken), konnte Unglück bringen.
💡 Wussten Sie schon?
In England und Japan ist die schwarze Katze im Gegenteil ein Glücksbringer. Die Kultur macht den Unterschied: gleiches Symbol, gegenteilige Bedeutung je nach Land.
🪵 Auf Holz klopfen
Heidnische Version: Geister und Götter lebten in den Bäumen. Auf Holz zu klopfen hieß, sie zu danken oder anzurufen, damit sie uns nach einer etwas vermessenen Aussage (« Ich hatte noch nie einen Unfall » usw.) beschützen.
Christliche Version: das Holz des Kreuzes Christi. Auf Holz zu klopfen hieß, sich unter göttlichen Schutz zu stellen. Beide Traditionen vermischten sich: Heute klopfen wir auf irgendein Holz (oder unseren Kopf, wenn nichts zur Hand ist), um « das Schicksal nicht herauszufordern ».
🤞 Daumen drücken
Zeige- und Mittelfinger kreuzen für Glück oder um sich mental für eine Lüge zu entschuldigen (« Finger gekreuzt = was ich sage zählt nicht ») stammt von einem alten Glauben: Das Kreuz war ein Schutzsymbol. In England kreuzten Kinder die Finger, damit ein Wunsch in Erfüllung geht; die Geste verbreitete sich in der westlichen Welt.
💡 Wussten Sie schon?
Im Mittelalter konnte das Kreuzen der Finger auch dazu dienen, den Schutz des Kreuzes gegen das Böse anzurufen. Eine Geste, mehrere Verwendungen je nach Epoche.
🧠 Psychologie: Das Bedürfnis nach Kontrolle
Warum klammern wir uns an diese Rituale? Weil der Zufall Angst macht. Unsicherheit, das Unbekannte, die Vorstellung, dass alles ohne Grund kippen kann — all das beunruhigt unser Gehirn. Also erfinden wir Rituale: auf Holz klopfen, die Leiter meiden, das Brot nicht verkehrt herum legen. Diese Gesten ändern objektiv nichts, geben uns aber die Illusion, ein kleines Stück der Welt zu kontrollieren.
Aberglaube ist eine Art, unser Gehirn angesichts des Zufalls zu beruhigen. Es ist menschlich, kulturell und oft witzig — solange wir niemandem wehtun (und die schwarze Katze nicht vor die Tür setzen).
👉 Der Zufall macht Angst, also erfinden wir Rituale. Bei AmStramGram verurteilen wir nicht: Wir bieten Tools, um mit dem Zufall zu spielen (Würfel, Rad, Kopf oder Zahl) oder dem Tag einen Sinn zu geben (Horoskop, Glück des Tages).
🎯 Kurz gesagt
Sie brauchen kein vierblättriges Kleeblatt, um Ihren Tag zu meistern. Aberglaube sind Geschichten, die wir uns erzählen, um besser mit der Unberechenbarkeit zu leben. Spiegel, Brot, Leiter, schwarze Katze, Holz, gekreuzte Finger: Jeder hat einen Ursprung (römisch, französisch, mittelalterlich, heidnisch oder christlich), den zu kennen sich lohnt — schon um bei Partys zu glänzen. 🍀
Kein Kleeblatt nötig, um Ihr Glück zu versuchen!
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